? Rap

Rap

Die Sugarhill Gang schickte im Jahr 1979 den ersten Rap-Song um die Welt, der kommerziell produziert worden war. Er trug den Titel "Rapper's Delight" und trug dazu bei, dass niemand so recht erklären konnte, was Rap denn eigentlich ist. Rhythmus, Poesie, Sprache, Musik - wahrscheinlich von allem in bisschen und noch viel mehr. Rap entwickelte sich aus der Tradition der afrikanischen Griots, wandernde Geschichtenerzähler. Ihre Worte wurden schon seit Jahrhunderten weitergegeben und brachten Überlieferungen ihrer Traditionen unters Volk.

Rap entwickelte sich aus der Interaktion mit den Zuhörern, war also kein starr gegebener Fakt, der einfach nur vorgetragen wurde. Der Rap trat unter anderem als einen Form vokalem Wettstreit in die Öffentlichkeit. Hier gab es die so genannten Battles, regelrechte "Schlachten", bei denen die Rapper um die besten improvisierten Reime und die Gunst des Publikums kämpften. Kool Moe Dee brachte diese "Battles" auf und er war der erste, der nicht nur seine eigenen Talente herauskehrte. Er ritt vielmehr auf den Schwächen seiner Gegner herum und brachte sich so empor. Der Battle-Rap wurde so zu einem eigenen Subgenre.

Die ersten Rapsongs waren noch reine Partysongs, erst später öffneten sie sich ausgetüftelten Reimen und Alliterationen. Die Worte wurden kunstvoll arrangiert und so eröffneten sich den Musikern zahllose Möglichkeiten. Sie brachten mit ihren Songs nicht nur ein Lebensgefühl zum Ausdruck, sondern wollten darüber hinaus politische und soziale Botschaften an ihre Zuhörer vermitteln. Rap wurde zu einer Säule der Hip Hop Kultur. Bekannte Größen sind unter anderem Grandmaster Flash & The Furious Five oder Public Enemy.

Rap besteht also aus Technik und Kunst und nicht einfach aus wahllos zusammengereimten Worten. Dabei ist Rap nicht nur ein Phänomen der afroamerikanischen Kultur, sondern inzwischen gibt es auch deutsche Rapper, die überaus erfolgreich auf der Welle von Rap und Hip Hop reiten, man denke etwa an die Fantastischen Vier.

Nicht ohne Grund ist das Designer Label de Puta Madre auch unter Rappern sehr beliebt. Wörtlich nur schwer übersetzbar - es handelt sich spanischen Kraftausdruck - bedeutet der Slangausdruck "de puta madre" etwa soviel wie "Ich fühle mich wohl". Und das ist auch tatsächlich der Fall, denn Mode ist bequem und für jedermann tragbar. Für provokativ Eingestellte gehört "de puta madre" mit zur ersten Wahl.